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Pädagogisches Konzept

der GTS an der Hermann-Kröll Volksschule Schladming

 

Inhalt

  1. Einleitung
  2. Organisationsform
  3. Räumliche Voraussetzungen
  4. Zeitlicher Rahmen
  5. Pädagogische Ziele und Inhalte
  6. Zusammenarbeit mit den Eltern

 

 1. Einleitung

Seit dem Schuljahr 2010/11 wird an der Volksschule Schladming eine GTS in getrennter Abfolge geführt. Dieses Angebot wird immer öfter von den Eltern angenommen und so steigt die Zahl der zu betreuenden Kinder jährlich. So sind in dem laufenden Schuljahr eine Gruppe alle fünf Tage und eine zweite Gruppe an vier Tagen eingerichtet.

Schladming ist ein Tourismusort und muss verstärkt auf die Bedürfnisse der in dieser Branche tätigen Erziehungsberechtigten reagieren.

Zu den grundlegenden pädagogischen Aufgaben zählt, den Kindern ein freundliches und angenehmes Umfeld zu bieten, das ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Lernzeit und individueller Unterstützung und Freizeitaktivitäten, Spiel und Spaß ermöglicht.                                                                             

Das vorliegende Konzept fasst die Rahmenbedingungen der GTS zusammen und gibt Einblick in die Arbeit während der Lernzeit und zeigt auf, welche Aspekte im Freizeitteil besonders  beachtet werden.

Eine funktionierende Zusammenarbeit aller beteiligten Gremien (Schule- Stadtgemeinde – Klinikum der Diakonie) und den Eltern sind Voraussetzung für eine wertvolle Betreuung der Kinder nach der Unterrichtszeit.

2. Organisationsform

Träger der Nachmittagsbetreuungsgruppe ist die Stadtgemeinde Schladming

                                                                      Coburgstraße 45

                                                                      8970 Schladming

Die zuständige Sachbearbeiterin im Rathaus ist Frau Katja Steiner.

 

An der Volksschule Schladming wird die ganztägige Schulform in getrennter Abfolge durchgeführt.

Die Anmeldung ist bis zu fünf Tagen in der Woche möglich.

Die Nachmittagsbetreuung beginnt täglich um 11.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr.

Die Abwicklung der Elternbeträge erfolgt monatlich über die Stadtgemeinde.

3. Räumliche Voraussetzungen

Im zweiten Stock der Volksschule sind zwei Räume für die Betreuung am Nachmittag. Im Sommer 2016 wurden diese Räume renoviert (Böden, Installationen, Färbelung) und neu eingerichtet. Die vorhandenen Möbel wurden mit einbezogen. Ein Raum dient als Arbeits- und Ruheraum der andere ist mit verschiedenen Spielecken und einer kleinen Küchenzeile eingerichtet. Der Gang und Pausenraum werden für ruhige Spiele benützt.

Während der Lernzeiten  arbeiten die Schüler/innen in Kleingruppen in den Klassenzimmern des 2. Stockes.

Folgende Räumlichkeiten stehen zusätzlich zur Verfügung:

  • Küche der Schule
  • Werkraum
  • Schülerbücherei
  • Musikraum
  • Pausenraum im Parterre
  • Schulhof
  • Turnsaal
  • Trainingsplatz

4. Zeitlicher Rahmen

Nach Beendigung der 4.Unterrichtsstunde (11.30 Uhr) werden jene Kinder, die bereits Unterrichtsschluss haben, von der Betreuungsperson abgeholt. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sind die Schulkinder in zwei Gruppen geteilt. Sie essen immer nach Unterrichtsschluss und danach beginnt die Lernzeit. Dies erfolgt nach einem genauen Plan, damit die beiden Gruppen ungefähr gleich groß sind. Außerdem wird darauf geachtet, dass die Gruppe mit den Schulanfänger/innen kleiner gehalten wird. Der Freizeitteil ist auch gegliedert - Bewegung, kreatives Gestalten, Leseeinheiten, musikalisches Gestalten - und dauert bis 16.30 Uhr. Alle Kinder werden von den Eltern abgeholt.

Alle Lerneinheiten werden als ILZ- Stunden (individuelle Lernzeitstun-den) gehalten. Diese Einheiten werden meistens  nach Grundstufe 1 und Grundstufe 2 getrennt und mit zwei Lehrpersonen in verschiedenen Räumen abgehalten. Die Förderung der Kinder mit unterschiedlichem Lern- und Entwicklungsstand lassen sich so  gezielt verwirklichen.

Die fördernde Lernbetreuung beinhaltet folgende Kriterien:

  • Differenzierte Lernangebote und individuelle Zugänge
  • Berücksichtigung individuell notwendiger Arbeitszeit sowie unterschiedlicher Vorkenntnisse
  • Wahrnehmung unterschiedlichen Betreuungsbedarfs
  • Sprachliche Förderung
  • Leseförderung
  • Unterstützung des schulischen Erfolgs
  • Anleitung zu eigenständiger Lernorganisation

Diese individuell positive Lernatmosphäre knüpft an den Stärken der Schüler/innen an und unterstützt deren Entwicklung. Die Lern- u. Leistungsbereitschaft wird durch motivierende Lehrmethoden und Unterrichtsformen gefördert.

Folgende Pädagoginnen halten  jeweils zwei ILZ- Einheiten an einem Tag  der Woche: Maria Oberauer, Birgit Weiß, Margot Neumayer-Ladreiter, Anna Katzensteiner, Ursula Rantschl, Ulrike Galler, Lieselotte Steiner, Nadine Schlömmer, Martina Grogl

Die Freizeit umfasst auch die Verpflegung der Schüler/innen. Das Mittagessen wird von der Klinik der Diakonissen Schladming geliefert und in der Schulküche der VS eingenommen. Das Menü, Auswahl liegt auf und wird jeweils am Donnerstag für die darauffolgende Woche bestellt.

Auch das Mittagessen wird in zwei Gruppen eingenommen.                                                                                              

In der Freizeit bestimmt die Freizeitpädagogin das Programm. Es gibt ein Jahresprojekt. Die Interessen und Begabungen der Schüler/innen werden berücksichtigt. Zusätzlich erfolgt eine intensive Förderung im Bereich „Interkulturelles Lernen“. Diese besondere Schwerpunktsetzung führt durch die Einsetzung einer weiteren  Betreuerin zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung.  Zusätzlich sind ab dem Schuljahr 2017/18 ein Trainer und eine Trainerin für Bewegungseinheiten im Einsatz, die die Arbeit der Freizeitpädagoginnen mit jeweils einer Wochenstunde bereichern. (Dipl. Mentaltrainer – soziales Lernen, Dipl. Fitnesstrainerin – Zirkusschule) Das Training ist an unterschiedlichen Wochentagen, sodass alle Kinder der GTS in den Genuss dieses zusätzlichen Angebotes kommen können.

 

Die Aufsichtspflicht des Betreuungspersonals beginnt mit dem Abholen der Kinder nach deren Unterrichtsschluss und endet mit dem Entlassen der Kinder um 16.30 Uhr. Die Aufsichtspflicht trifft das Betreuungsperso-nal auch außerhalb der für die Nachmittagsbetreuung gewidmeten Räume, sofern das Kind unter der Obhut des Betreuungspersonals steht.

Es darf kein Kind frühzeitig aus der Nachmittagsbetreuung entlas-sen werden, wenn keine schriftliche oder telefonische Mitteilung der Eltern vorliegt.

Bei Krankheit eines Schülers bzw. Verhinderung wegen Wahrnehmung eines Termins wird die Betreuungsperson, Frau Neureiter, von den Eltern rechtzeitig telefonisch verständigt.

An den gesetzlich geregelten festgesetzten Ferien und schulautonomen Tagen findet keine Nachmittagsbetreuung statt.

5. Pädagogische Ziele und Inhalte

Die Pädagoginnen, die Freizeitbetreuerin und die Betreuerin begleiten die Schüler/innen in wertschätzender Weise und schaffen eine angenehme Atmosphäre.

Die Erziehungsarbeit der Eltern soll ganzheitlich unterstützt und ergänzt werden.

Lerneinheiten werden erledigt und die Freizeit sinnvoll gestaltet.

Die Schüler/innen haben unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse. Durch die Mischung der Altersgruppen und die Einbindung der Kinder mit anderer Erstsprache als Deutsch erlernen sie verschiedene Kompetenzen und Fertigkeiten und unterstützen sich gegenseitig.

Die Förderung im Lernbereich wird von Lehrerinnen der Schule durchgeführt. Neben der Erledigung der Hausübungen, die ein zentrales Anliegen der Eltern darstellt, werden zur Festigung des erlernten Stoffes Übungseinheiten und Übungssequenzen eingebaut. Beim täglichen Lesen bzw. Vorlesen wird der soziale Aspekt gefördert. Die individuelle Betreuung der Kinder mit anderer Erstsprache als Deutsch wird in der Unterrichtsarbeit am Vormittag sichtbar.

Interessen und Begabungen werden durch ein breit gefächertes Angebot an Materialien im Lern- und Sportbereich gefördert.

Die Schülerbücherei steht den Kindern sowohl in der Lernzeit als auch während der Freizeit zur Verfügung.

Im Freizeitteil wird besonders auf die alltäglichen Erfahrungen, Fragen und Probleme der Kinder eingegangen. Daraus ergibt sich ein Teil der Gestaltung des Gruppennachmittags.

Bei der Auswahl der Projekte erhalten die Kinder ein Mitspracherecht und können Vorschläge machen. Die Betreuerinnen motivieren außerdem die Kinder, sich auch einmal mit für sie „ schwerer zugänglichen“ Themen zu beschäftigen und Neues zu erkunden.

Mit einem eigenen Sortiment an verschiedenen Spielen (solche, die nur für die Nachmittagsbetreuung angeschafft werden) wie Lernspiele, Kartenspiele, Puzzles, Bau- und Konstruktionsspiele können die Kinder alleine oder gemeinsam Spaß und Freude haben.

In der Theaterwerkstatt  laden Spielecken mit entsprechenden Utensilien zur kreativen Beschäftigung ein.

Sportliche Aktivitäten finden im Haus - Turnsaal, Pausenhalle -, vor dem Haus - im Schulhof mit Geräten, am Spielplatz - oder an verschiedenen Sportstätten - z.B. Eislaufplatz - statt.

Das Jahresprojekt für dieses Schuljahr befasst sich mit „Nationaler und internationaler Zubereitung von Speisen“ (gem. Kochen, Backen – ein Kochbuch wird entstehen) – musikalische Förderung (Instrumente, Gesang) – Bewegung (Trainer) – LESEN“.

Folgende Basiskompetenzen sollen mit Unterstützung erworben werden:

  • Ich- Kompetenz (Selbstvertrauen, Selbständigkeit, Selbstkritik,…)
  • Sozialkompetenz (Teamfähigkeit, Empathie, …)
  • Lernkompetenz (Lernstrategien, Aneignen von Techniken, …)

Das Zusammenwirken von Unterricht, Lern- und Freizeit wird durch diese Grundkompetenzen und Planungen sichtbar, auf die unterschied-lichen Interessen und Fähigkeiten der Schüler/innen wird eingegangen und die außerschulischen Erfahrungen derselben werden miteinbezo-gen.

 6. Zusammenarbeit

Die Eltern haben jederzeit die Möglichkeit in persönlichen Gesprächen sich zum Beispiel über die Gestaltung des Nachmittags oder den  Entwicklungsstand ihres Kindes zu erkundigen. Elternbriefe, Elternabende und der Link „Nachmittagsbetreuung“ auf der Homepage der Schule ergänzen das Mitteilungsangebot.

Das altersgerechte Speisenangebot und ein abwechslungsreicher Speiseplan werden von der Küche der Klinik der Diakonissen in Schladming angeboten. Die Lieferung der Speisen in Warmhaltebehäl-tern erfolgt täglich durch Mitarbeiter der Werkstätte der Diakonie. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur körperlichen Gesundheit geleistet. Auf die Einhaltung gemeinsam erstellter Regeln während der Mittagszeit wird großer Wert gelegt.

Im Zusammenspiel aller beteiligten Gremien (Gemeinde, Schule, Diakonissenkrankenhaus) können die vielseitigen Aufgaben der Tagesbetreuung optimal erfüllt werden. Das Angebot wird durch motivierte Kräfte ständig verbessert und erweitert werden. Wenn Kinder gerne in die Einrichtung kommen und sich hier wohlfühlen, hat das für alle Beteiligten einen hohen Stellenwert, die Eltern kommen ihrer Aufsichtspflicht nach, das Betreuungsteam bekommt Anerkennung für die geleistete Arbeit und die Kinder erhalten Förderung und Gruppen-erleben in einer freundlichen Umgebung.